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Wie kündige ich meine Mietkaution – das sollten Sie beachten.

Wenn das Mietverhältnis zu Ende geht: Was ist zu tun, wenn Sie Ihre aktuelle Wohnung verlassen und sie die Mietkaution auflösen/freigeben möchten.

Nach erfolgter Kündigung steht diepersönliche Wohnungsübergabe an den Vermieter an. Der Vermieter erstellt an dieser Wohnungsabgabe eine Liste von den allfällig durch den Mieter verursachten Schäden am Mietobjekt und fasst diese in einem Abnahmeprotokoll zusammen (normale Abnutzungen geht zulasten der Eigentümerschaft).

Nun kommt es darauf an, ob Sie die Mietsache ohne Forderungen seitens Vermieterschaft übergeben haben oder Haftansprüche bestehen. Muss der Vermieter für allfällige Forderungen auf die Sicherheitsleistung/Mietkaution zurückgreifen, entstehen bereits die ersten Verzögerungen und die Mietkautionsfreigabe erschwert sich entsprechend. Denn gemäss Gesetz (Art. 257e Abs. 3), darf der Vermieter die Mietkautionssumme bis zu 12 Monaten gesperrt halten. Die ist tatsächlich eine lange Frist, in der Praxis kann die Erstellung der Schlussabrechnung effektiv 3-4 Monate in Anspruch nehmen. Zu weiteren Verzögerungen kann auch die Erstellung definitive Nebenkostenabrechnung, denn diese wird systematisch nur einmal im Jahr (meistens im April) für alle Mieter gleichzeitig erstellt.

In vielen Fällen kommt es vor, dass Mieter bei einem Wohnungswechsel in finanziellen Engpässen geraten. Einerseits muss man für die neue Wohnung (i) einen Mietzins im Voraus bezahlen und (ii) die neue Mietkaution (bis zu 3 Monatsmietzinse) leisten. Parallel ist jedoch die alte Mietkaution nach wie vor nicht freigegeben. Daher lohnt es sich, die Mietsache in einem verständlichen Zustand abzugeben und währen der Mietdauer keine offenen Mietzins entstehen lassen. Ist dies so gegeben, kann der Umzug in finanzieller Hinsicht nie zu einem Albtraum werden.

Vorauf kommt es an, wenn Sie die Mietkaution zu Beginn über ein Mietzinsdepot (Banksperrkonto) gelöst haben:Wurde zu Mietbeginn die Mietkaution auf einem Mietzinsdepot lauten auf den Namen des Mieters hinterlegt (Art. 257e Abs. 1 OR), so darf die Bank das Geld nur bei Zustimmung beider Mietparteien herausgeben (Ausnahme bilden hierbei ein rechtskräftiger Zahlungsbefehl oder Gerichtsurteil). Sind sich Mieter und Vermieter einig, bereit der Vermieter das Freigabe-Formular zur Unterschrift beider Parteien vor. Danach wird dieses Formular an die jeweilige Bank gesendet und das Bankkonto für den Mieter freigegen. Ab diesem Zeitpunkt kann der Mieter frei über sein Geld verfügen. Der gesamte Prozess, von Formular-Sendung bis zur Freigabe seitens der Bank, dauert in der Regel nur wenige Arbeitstage.

Nun hat der Mieter die Kaution bei Mietbeginn nicht auf einem herkömmlichen Bankdepot hinterlegt, sondern bei einer Mietkautionsversicherung eine Bürgschaft abgeschlossen. Der Mietkautionsanbieter hat sich bei Abschluss des Vertrages dazu verpflichtet für Forderungen des Vermieters (Schäden an der Wohnung und/oder offene Mietzinse) gegenüber dem Mieter bis zur auf dem Mietvertrag vermerkten Mietkautionshöhe für den Mieter zu bürgen. Sinngemäss ist diese Art der Mietkaution rechtlich gesehen identisch mit dem herkömmlichen Banksperrkonto. Auch hier werden von beiden Parteien Unterschriften zur Freigabe benötigt, um die Einverständnis zur Kautionsfreigabe beider Parteien zu deklarieren. Bei der Mietkautionsversicherung passiert dies auf einem Kautionszertifikat, welches zu Mietbeginn an der Vermieter in Original gesandt wurde.

Was ist bei einer Mietkautionsversicherung wie SwissCaution zu beachten?
Kommt es zu Schäden oder offenen Mietzinsen am Mietobjekt unterzeichnen beide Mietparteien das Garantiezertifikat. Der Vermieter schickt das Zertifikat zusammen mit dem Schadenprotokoll und Schlussabrechnung an die Mietkautionsversicherung – die Schadenssumme (maximal die auf dem Mietvertag vermerkte Mietkautionshöhe) wird dem Konto des Vermieters gutgeschrieben.

Danach tritt die Mietkautionsversicherung in die Rechte des Vermieters und fordert den geleisteten Betrag von der Mieterschaft zurück. Der Anspruch auf die von der Versicherung geleisteten Zahlungen wird in der Versicherungsbranche als Regress bezeichnet. Merke: Die von der Mieterschaft bezahlten Prämien an die Versicherung beinhalten also keinen Versicherungsschutz. Sie dienen lediglich dafür, dass die Mieterschaft beim Wohnungsbezug kein Geld in eine Mietkaution sperren musste.

Firsten wirken sich auch auf die Arbeitsweise des Vermieters aus
Die oben genannte gesetzliche Frist von 12 Monaten kann Ihnen in einem speziellen Fall auch zum Vorteil werden. Denn, hat es der Vermieter versäumt innert 12 Monaten die offenen Forderungen geltend zu machen, erlischt der Anspruch auf dem Banksperrkonto. Somit kann die Kaution auch ohne Unterschrift des Vermieters freigegeben werden.

Mängelrüge
Achten Sie sich beim Abnahme/-Schadenprotokoll darauf, dass der Vermieter nicht (versehentlich) Schäden vermerkt, welche bereits bei Mieteintritt vorhanden waren. Deshalb lohnt es sich bei jeder neuen Wohnung die Frist der Mängelrüge nicht zu verpassen und stets einen eigenen Rapport nachzuliefern. In Streitfällen ist dieses Dokument eine immense Entlastung und sichert Sie gesetzlich ab.

Hinzugefügt am 01.09.2014 - 12:20:31 vom mkschweiz
Kategorie: Versicherung Tags: swisscaution   mietkaution-schweiz   mietkaution   mietkaution-kündigen
 
 
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